Programm

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Termin Informationen:

  • Sa
    01
    Dez
    2018

    Symposium zu Perspektiven feministischer Theorie und Praxis

    19:00Hörsaal C1 (UniCampus, Altes AKH)

    Materialistischer Feminismus hat den Anspruch feministische Theorien in die Kritik an den kapitalistischen Verhältnissen einzubetten und diese zusammenzudenken, denn mit dem Kapitalismus hat sich auch die strukturell männliche Herrschaft über Frauen1 verfestigt und mitttlerweile längst globalisiert. Demgegenüber steht der mittlerweile massenkompatible „Queerfeminismus“2, der offensichtlich mit den Verhältnissen Frieden geschlossenen hat. So ist die Praxis des Queerfeminismus damit beschäftigt, etliche neue Kategorien von Gender und Sexualitäten erschaffen, in denen es gilt sich wohlzufühlen, ohne die bestehenden Verhältnisse in Frage zu stellen.
    Gerade unter den derzeitigen politischen Entwicklungen, muss Feminismus aber immer auch ein Kampf gegen bestehende Verhältnisse sein. Wir müssen ökonomische Verhältnisse, regressive Ideologien und jegliche Unterdrückungsformen als solche benennen und angreifen.

    Anhand dieser Erkenntnis wollen wir uns folgende Fragen stellen: Wie drückt sich das Zusammenspiel von Rechts(-extremismus) und Antifeminismus aus? Was bedeutet konservative oder rechtsextreme Politik für die realen Lebensverhältnisse von Frauen? Wie kann Angriffen auf feministische emanzipatorische Errungenschaften entgegnet werden? Wie können feministische Kämpfe mit Kämpfen gegen Antisemitismus und Rassismus verbunden werden, ohne dabei zum Sammelbecken, aller vermeintlich Unterdrückten zu werden? Und wie kommt es, dass sich gerade antirassistische Feminist_innen häufig mit anti-emanzipatorischen Bewegungen, wie etwa der islamistischen Terrororganisation Hamas solidarisieren?

    All das wollen wir diskutieren mit Koschka Linkerhand, Merle Stöver, Viktoria Spielmann, Judith Götz und Fanny Rasul.

    1: Frauen sind für uns alle, die als solche Sexismus-Erfahrungen machen.

    2: Wir beziehen uns dabei auf die Ausformungen des Queerfeminismus, die als ein extremer Differenzfeminismus verstanden werden können: Sie zeichnen sich durch eine Grundlegende Ablehnung von Weiblichkeit und einen identitären Anspruch aus. Sprechort steht hier vor Inhalt, Betroffenheit vor Argument.

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